Hyongs

Hangul -Taekwon-Do – Deutschland

Großmeister Nüsrettin Ala
geb.: 1960
Buchautor:
„Das moderne Taekwon-Do System“ (2015)
„Hangul – Hyong“ (2015)
„Taekwon-Do. Tae Hyong“ (2015)
„Taekwon-Do, Sitz des Geistes“ (2016)


Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. DEMOKRIT
Nüsrettin Ala ist ein hochdekorierter Großmeister des Taekwon-Do, der für die Entwicklung und Etaplierung des Hangul Taekwon-Do bekannt ist.

Eines der chinesischen Sprichwörter: 
Wer anderen die Schuld gibt, hat noch einen langen Weg vor sich. Der Mann, der sich selbst die Schuld gibt, ist auf halben Weg. Und der Mann, der niemanden die Schuld gibt, ist bereits angekommen.

Großmeister Nüsrettin Ala, 9. Dan

„Ich habe diesen Weg des Taekwon-Do aus eigenem Antrieb gewählt – geleitet von Vernunft und Logik – und ich bereue es nicht.“
(Großmeister Nüsrettin Ala)

Er gilt als der Erster in Deutschland, der dafür 20 neue Taekwon-Do Hyongs-Formen Kreiert hat.
Er ist der Erfinder und Gründer dieser Kampfkunst.
Hangul – Taekwon-Do – Hyongs – Nüsrettin Ala

Entwickelt 2002-2019

 

1. Hwanung-Hyong,  35 Bewegungen

2. Bonghwang-Hyong,  33 Bewegungen

3. Chong-Do-Hyong,  37 Bewegungen

4. Chollima-Hyong,  87 Bewegungen

5. Samjoko-Hyong,  49 Bewegungen

6. Hangul-Hyong,  66 Bewegungen

7. Tae-Hyong,  63 Bewegungen

8. Kwon-Hyong,  42 Bewegungen

9. Do-Hyong,  72 Bewegungen

10. Busan-Hyong,  24 Bewegungen

11. Um-Yang-Hyong,  45 Bewegungen

12. Samhan- Hyong,  46 Bewegungen

13. Mu-Do- Hyong,  38 Bewegungen

14. Hanji- Hyong,  57 Bewegungen

15. Ki- Hyong,  34 Bewegungen

16. Mahan- Hyong,  75 Bewegungen

17. Jeulmun-Hyong,  61 Bewegungen

18. Byeonhan-Hyong,  29 Bewegungen

19. Gyeomson-Hyong, 51 Bewegungen

20. Bin-Son-Hyong, 43 Bewegungen

Zuerst habe ich die Übungen so entwickelt, dass man sie beidseitig trainieren kann. Mit der Zeit entstanden die Übungen 1 bis 50, die insgesamt 486 Bewegungen umfassen. Für die Fertigstellung habe ich genau 12 Monate benötigt. Vom Anfang 2002 bis 2004 habe ich diese 50 Übungen dann zu 4 speziellen Taekwon-Do Hyongs (Formen) weiterentwickelt.
Das waren die ersten Taekwon-Do Hyongs, die ich entworfen habe. Im Laufe der Zeit kamen weitere 16 Hyongs hinzu, sodass ich meine Entwicklung im Jahr 2019 mit insgesamt 20 neue Hyongs vollendete.
Die ersten vier von mir entwickelten Hyongs habe ich in der Prüfungsordnung als 6., 7., 8., und 9. Hyong eingeordnet.
Diese vier speziellen Hyongs sind optimal für die Prüfungen vom 1. bis zum 4. Dan geeignet. Sie spiegeln die „Einheit von Körper und Geist“ perfekt wider und fügen sich nahtlos in mein entwickeltes System ein: Hangul-Taekwon-Do-Deutschland-Nüsrettin Ala.

Zwischenzeitlich habe ich zudem weitere Disziplinen entwickelt, speziell Handtechniken und Fußkombinationen.
Damit ist mein Taekwon-Do-System nun vollständig. Das System baut auf insgesamt 9 Disziplinen auf, die alle in der Prüfungsordnung verankert sind.
Die 4 neue Disziplinen sind: die Übungen 1 – 50, die kurzen Handtechniken 1 – 7, die Langen Handtechniken 1 – 7 sowie die Fußkombinationen 1 – 12.  

1. HWANUNG HYONG
Wer ist Hwanung in der Mythologie?
Er ist der Sohn des höchsten Himmelsgottes Hwanin. stieg mit 3.000 Gefährten zur Erde (auf den heiligen Berg Taebaek) herab weil er den Menschen nahe sein und ihnen helfen wollte. Er gründete die göttliche Stadt Sinsi und lehrte die Menschen Gesetze, Moral, Ackerbau, Medizin sowie verschiedene Handwerkskünste. Bekannt ist Hwanung vor allem durch die Legende von einer Bärin und einem Tiger, die Menschen werden wollten. Nur die Bärin bestand seine harte Prüfung (100 Tage in einer Höhle mit Knoblauch und Beifuß) und wurde in eine Frau verwandelt. Hwanung nahm sie zur Frau. Ihr gemeinsamer Sohn, Dangun, gründete laut der Mythologie im Jahr 2333 v. Chr. das erste koreanische Reich Gojoseon.
Großmeister Nüsrettin Ala hat die erste Form seines System, die 1. Hwanung- Hyong  (mit 35 Bewegungen), nach dieser mythologischen Ursprungsgestalt benannt. Mit der Benennung nach Hwanung greif er auf die ältesten Wurzeln der koreanische Kulturgeschichte zurück.

2. BONGHWANG HYONG
Bonghwang: Sysmbolik Koreanische Phönix. Er verkörpert Tugend, königliche Würde, Unsterblichkeit und die Wiedergeburt des Geistes aus der Asche – ein Symbol für Erneuerung und Perfektion. Dieser Mythologische Vogel erscheint nur in Zeiten des Friedens und des Wohlstands.
Im Taekwon-Do repräsentiert er die geistige Wiedergeburt und die moralische Reinheit des Meisters auf dem Weg des „Do“.

3. CHONG DO HYONG
Chong Do: Das koreanische Wort Chong steht für Klarheit, Reinheit oder Ruhe. Do bedeutet der Weg (der Lebe- und Übungsweg). Zusammen bedeutet Chong Do „der klare Weg.“

4. CHOLLIMA HYONG
Das Symbol Chollima: Ein Chollima koreanisch ist ein Fabelwesen der ostasiatische Mythologie – ein geflügeltes Pferd. Das Wort setzt sich zusammen aus Chon (Tausend), Li (eine Koreanische Meileneinheit) und Ma (Pferd). Es steht symbolisch für ein Pferd, das so schnell und kraftvoll ist, dass es „1000 li am Tag“ zurücklegen kann, und steht im übertragenen Sinne für enormen Fortschritt, unbändige Energie, das Überwinden von Grenzen und den Blick in die weite Ferne.

5. SAMJOKO HYONG
Samjoko (Dreibeinige Krähe):
In der asiatischen Mythologie ist die dreibeinige krähe ein mächtiges Symbol für die Sonne und die höchste Herrschergewalt. Im antiken koreanischen Reich Goguryeo galt sie als heiliges Symbol, das noch mächtiger als der Drache war. Sie symbolisiert im Kampfsport göttliche Kraft, Licht und spirituelle Führung.

6. HANGUL HYONG
(Das Fundament & die Kultur) Bedeutung: „Hangul“ ist die koreanische Schrift, die im 15. Jahrhundert entwickelt wurde, um dem Volk Bildung und eine eigene Identität zu schenken.
Geistige Sinn: Diese form steht für das Wissen, die Tradition und die kulturelle Basis, in dem der Schüler die Theorie, die grundlegenden Werte(wie Respekt und Höflichkeit) und die Identität des System erlernt.

7. TAE HYONG
(Die Dynamik des Fußes) Bedeutung: „Tae“ bedeutet wörtlich „stoßen, springen oder mit dem Fuß zerschmettern“.

Geistiger Sinn: Diese Form repräsentiert die Beinarbeit, Mobilität und die Verbindung zur Erde. Geistig steht sie für die erste Stufe der körperlichen Disziplin: Standfestigkeit erlangen, Balance finden und die kraftvollen, dynamischen Aspekte der Kampfkunst kontrollieren.

8. KWON HYONG
(die Kraft der Faust) Bedeutung: „Kwon“ bedeutet „Faust“ oder „mit der Hand schlagen“.
Geistiger Sinn: Diese Form steht für die Präzision, die Handtechniken und die direkte Absicht. Während „Tae“ für die Weite und Distanz steht, symbolisiert „Kwon“ den Fokus, den gezielten Krafteinsatz und die Fähigkeit, sich selbst und andere effektiv zu schützen.

9. DO HYONG
(Der geistige Weg) Bedeutung: „Do“ bedeutet „der Weg“, „die Methode“ oder „die Lebensphilosophie“.
Geistiger Sinn: Diese Form ist der Höhepunkt des physischen Training. Sie transformiert die reine Kampftechnik in eine Lebensschule. Hier geht es nicht mehr um das Kämpfen gegen einen äußeren Gegner, sondern um Ruhe und moralische Reife.

10. BUSAN HYONG
Busan (Die Geografie & Herkunft) Bedeutung:
Busan ist die zweitgrößte Stadt in Südkorea und eine der wichtigsten Hafenstädte des Landes.
Hintergrund im Taekwon-Do: Busan hat eine immense historische Bedeutung für die Entwicklung des Kampfsport. Nach dem Koreakrieg war die Stadt ein zentraler Zufluchtsort und Knotenpunkt, an dem viele der frühen Meister (darunter auch Pioniere des traditionellen Taekwon-Do wie Großmeister Kwon Jae-Hwa) trainierten und Schulen leiteten. Eine Busan Hyong ehrt diesen historischen Ort und symbolisiert Standhaftigkeit, Offenheit (wie ein Tor zur Welt) und die geografischen Wurzeln der Kampfkunst.

11. UM YANG HYONG
Bedeutung: Um Yang ist die koreanische Bezeichnung für das weltweite bekannte Prinzip von Yin und Yang.
Hintergrund im Taekwon-Do: Dieses Prinzip beschreibt die Harmonie und das Gleichgewicht zwischen zwei gegensätzlichen Kräften (z.B. Himmel und Erde, Licht und Schatten, Angriff und Verteidigung, weiche und harte Techniken). Im Taekwon-Do steht die Um Yang Hyong für das Ziel, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Die Bewegungen spiegeln oft diese Dualität wider – beispielweise ein Wechseln von langsamen, konzertierten Abwehren und explosiven, kraftvollen Kontern.

12. SAMHAN HYONG
(Die Geschichte der drei Reiche) Bedeutung: Samhan (Übersetzt: „Die drei Han“) bezieht sich historisch auf drei alte Stammesbündnisse (Mahan, Jinhan und Byeonhan) im zentralen und südlichen Teil der koreanischen Halbinseln. Sie bildeten das Fundament, aus dem später die berühmten „drei Königreiche von Korea“ (Goguryo, Baekje und Silla) hervorgingen.
Hintergrund im Taekwon-Do: In der traditionellen Namensgebung von Formen wird oft Bezug auf historische Epochen genommen. Eine Samhan Hyong symbolisiert die Wurzeln, den Ursprung und den Zusammenhalt. Sie erinnert den Schüler an das historische Fundament und die Tugenden der alten Krieger, die die Basis für das heutigen Korea geschaffen haben.

13. MUDO HYONG
(Die philosophische & kämpferische Ebene) Bedeutung: Mudo (koreanisch für Budo) setzt sich aus Mu (Militär/Kampf) und Do (der Weg) zusammen. Es Bedeutet übersetzt „Der Weg des Kampfes“ Oder die Kampfkunst-Philosophie.
Was er Meint: Diese Formen verkörpern den echten, traditionellen Geist des Kampfsport. hier geht es um die Charakterschulung, Respekt, Disziplin und die Ethik eines Kampfkünstlers. Der Fokus liegt auf der absoluten Ernsthaftigkeit des Schattenkampfes. Der Praktizierende versetzt sich mental so intensiv in die Situation, dass die imaginären Gegner für ihn real existieren, um Tugenden wie Mut und Entschlossenheit zu trainieren.

14. HANJI HYONG
(Die kulturelle & strukturelle Ebene) Bedeutung: Hanji ist das traditionelle, handgeschöpfte koreanische Papier, das für seine extreme Langlebigkeit, Reißfestigkeit und gleichzeitige Flexibilität bekannt ist. Da Großmeister Alas System eng mit der Symbolik der koreanischen Schrift (Hangul) und Kultur verknüpft ist, ist dies eine tiefgründige Metapher.
Was er Meint: Diese Formen symbolisieren die Eigenschaften des Hanji-Papiers übertragen auf den Körper und Geist: Flexibilität gepaart mit unnachgiebiger Stärke. Der Körper soll in der Bewegung geschmeidig wie Papier sein, aber im Moment des Auftreffens eine extreme, unzerreißbare Struktur und Härte aufweisen. Gleichzeitig steht es für das „Beschreiben“ oder Verinnerlichen des Wissens im eigene System. 

15. KI HYONG
(Die energetische Ebene) Bedeutung: Ki (koreanisch für Qi oder chi) bezeichnet die universelle Lebensenergie oder innere kraft.
Was er meint: Diese Formen konzentrieren sich auf den Fluss der inneren Energie und die Atemkontrolle. die Bewegung dienen dazu, das Ki im Körper zu sammeln, zu lenken und geziel in den Techniken freizusetzen. Es geht hierbei weniger um die reine Muskelkraft, sondern um die mentale Steuerung der Energie und die Stärkung der innere Organe und Vitalität.

16. MAHAN HYONG
Mahan war einer der drei antiken Staatenbünde (Samhan) im Süden Koreas. In der Kampfkunst wird dieser Begriff oft  genutzt, um auf die tiefen historischen und traditionellen Wurzeln der koreanischen bewegungsmuster anzuspielen.

17. JEULMUN HYONG
Was bedeutet der Name und was steckt dahinter? Die historische Bedeutung (Jeulmun):
Das Wort Jeulmun stammt aus der koreanischen Archäologie und bezeichnet die Jeulmun -Zeit (ca 8000-1500 v. Chr.), koreanische Jungsteinzeit (Neolithikum). Berühmt ist diese Ära für die Jeulmun-Keramik-Tongefäße, die mit einem charakteristischen Kamm-oder Fischgrätenmuster (Comb-pattern pottery) verziert wurden.

18. BYEONHAN HYONG
Historisch Bezug auf ein Ur-Königreich: Byeonhan (auch Pyonhan) war ein historischer Stammesverband im Süden der koreanischen Halbinsel (während der Drei-Reiche-Periode). In der Geschichte der koreanischen Kampfkünste bezieht man sich oft auf diese Epochen, um die Wurzeln der Waffenlosen Selbsverteidigung zu ehren.

19. GYEOMSON HYONG
Bescheidenheit): Bescheidenheit ist eine der wichtigsten geistigen Säulen im Taekwon-Do („Do“ = der geistige Weg). Ein Kampfkünstler soll stark im Körper, aber demütig und höflich im Geist sein. in seinem Schriften betont Ala oft, dass der „fördernde Meister“ den Weg mit Respekt und voller Demut (Gyeomson) beschreitet.   

20. BIN SON HYONG
(Leere Hand) Das bedeutet Wörtlich übersetzt „leere Hand“ (analog zum „Kara“ im Karate). Es verdeutlich das Grundprinzip des Taekwon-Do: die reine Waffenlosigkeit, bei der nur der eigene Körper zur Verteidigung genutzt wird.

Im System Hangul-Taekwon-Do-Deutschland-Nüsrettin Ala werden lediglich vier Hyong (Hangul Hyong, Tae Hyong, Kwon Hyong und Do Hyong) in beide Richtungen ausgeführt, während die übrigen 16 Hyong auf die übliche Weise in nur eine Richtung ausgeführt werden.

(Großmeister Nüsretin Ala)

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Großmeister nüsrettin Ala hat jedoch zwischen 2002 und 2019 20 völlig eigene, neue Hyongs erschaffen. Da es seine eigenen Entwicklung sind, hat er sie auch nach seiner eigenen Philosophie benannt.

Großmeister Nüsrettin Ala nutz diese Namen nicht ohne Grund. Sein System soll den Schülern nicht nur körperliche Techniken beibringen, sondern auch Wissen vermitteln. Wer diese Formen läuft, soll sich im Geiste mit der Geschichte (Samhan), der Geografie (Busan) und der universellen Lebensphilosophie (Um Yang) der Kampfkunst verbinden. 

Was symbolisiert Großmeister Nüsrettin Ala selbst?
Im kern seines System symbolisiert Großmeister Nüsrettin Ala die Einheit vom Geist und Körper sowie Weg des „Do“ im Zeichen der Demut und der Weiterentwicklung.
Soziale Verantwortung: Er lehrt, dass die durch das Training gewonnene Stärke einer „gewaltigen Gruppendynamik“ dienen muss, um den Schwachen in der Gesellschaft zu helfen.
Der dienende meister: Für Ala ist ein Großmeister kein unnahbarer Herrsche, sondern ein „fördernder Meister“, der den Weg mit absolutem Respekt, Würde und Demut beschreitet und sich immer aktiv mit seinen Schülern Bewegen muss.

1. Das Einzelne zum ganzen zu ordnen (Kombination aus Kraft, Dehnen und Koordination).
2. Den Verstand zu schärfen, damit der weg des „Do“ im Alltag klarer wird.
3. Die Urbilder des Taekwon-Do zu spüren und das eigene „Innenmenschliche“ zum Leuchten zu bringen.

Im Hangul Taekwon-Do gibt es nur volle Gürtelfarben.
Die Schülergrade sind Weiß, Gelb, Grün, Blau, Rot.
Die  Meistergürtel (Dan-Träger 1. bis 9.) sind Schwarzgurte.

„Um einen neuen Kampfstil zu entwickeln und zu lehren, braucht man Mut und einen brillanten Geist.“ (Großmeister Nüsrettin Ala)

Respekt vor der Aufgabe: Die Aussage zeigt eher Demut vor der enormen Herausforderung. Einen funktionierenden, sicheren und lehrbaren Kampfstil zu entwickeln, erfordert jahrelange Erfahrung, tiefes Verständnis der menschlichen Anatomie  und die Kreativität, neue Wege zu gehen. Zu erkennen, dass dafür ein „brillanter Geist“ nötig ist, ist eine realistische Einschätzung dieser Leistung.

Das Lehr-Prinzip: Im Kampfsport geht es beim Lehren oft darum, Verantwortung für die Schüler zu übernehmen. Auch dafür braucht es Mut. Da der Satz aber als allgemeingültige Weisheit formuliert ist, beschreibt er eher das Idealbild eines Pioniers im Kampfsport.

Tatsächliche Hürden: die Erschaffung eines funktionierenden, neuen Kampfsystems erfordert tatsächlich außergewöhnliche analytische Fähigkeiten (um Biomechanik und Taktik zu verstehen) und Mut (um sich gegen etablierte Systeme durchsetzen und Kritik zu dulden). Es ist das Zitat eines Pioniers, der den immensen Aufwand und die geistige Leistung hinter seiner Lebensaufgabe zusammenfasst.

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Wer einen Job gut kennt, erledigt ihn,
Wer wenig weiß, gibt Weisheit,
Wer es nicht weiß, kritisiert,
Wer es nicht kennt, wirft Schlamm,
– Konfuzius-

„Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen,
sondern das, was wir dadurch werden.“
(John Ruskin 8. Februar 1819 – 20. Januar 1900)

Hyongs:

Hwanung-Hyong, 35 Bewegungen. 08.08.2016

Bonghwang-Hyong, 33 Bewegungen. 08.08.2016

Chong-Do-Hyong, 37 bewegungen. 08.08.2016

Samjoko-Hyong, 49 Bewegungen. 08.08.2016

Hangul-Hyong, 66 Bewegungen. 28.05.2011

Tae-Hyong, 63 Bewegungen. 28.05.2011

Kwon-Hyong, 42 Bewegungen. 28.05.2011

Do-Hyong, 72 Bewegungen. 28.05.2011

Busan-Hyong, 24 Bewegungen. 04.08.2016

Um-Yang Hyong, 45 Bewegungen. 08.08.2016

Sam-Han Hyong, 46 Bewegungen. 08.08.2016

Mu-Do Hyong, 38 Bewegungen. 08.08.2016

Ki-Hyong, 34 Bewegungen. 08.08.2016

Bonghwang Hyong, (Langsam) 06.08.2016

Chong-Do Hyong, 33 Bewegungen. (Langsam) 07.08.2016

Hwanung-Hyong, 35 Bewegungen. 07.08.2016

Großmeister Nüsrettin Ala, 04.09.2020

HANGUL TAEKWON-DO Prüfungsordnung Systematisch HT
HANGUL TAEKWON-DO-HYONGS-Systematisch
Einheit des Körpers und des Geistes

Deutsche Budo Organisation e.V. Urkunde 8. Dan
Deutsche Budo Organisation e.V. Trainer Lizenz
Großmeister Nüsrettin Ala mit 8. Dan geehrt, DBO

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TRADITIONAL TAEKWON-DO

„Gleichzeitig habe ich 20. Hyongs aus dem traditionellen Taekwon-Do weiter trainiert und bin dieser Taekwon-Do Art treu geblieben“.

1. Chon-Ji Hyong
2. Dan-Gun Hyong
3. Do-San Hyong
4. Won-Hyo Hyong
5. Yul-Gok Hyong
6. Chung-Gun Hyong
7. Toi-Gye Hyong
8. Hwa-Rang Hyong
9. Chung-Mu Hyong
10. Gwang-Gae Hyong
11. Po-Eun Hyong
12. Gye-Baek Hyong
13. Yu-Sin Hyong
14. Chung-Jang Hyong
15. Ul-Ji Hyong
16. Sam-IL Hyong
17. Ko-Dang Hyong
18. Choi-Young Hyong
19. Se-Jong Hyong
20. Tong-IL Hyong

Großmeister Nüsrettin Ala drückt mit diesem Satz aus, dass er trotz der Entwicklung seines eigenen Stils de historischen Wurzeln und das Fundament des traditionellen Taekwon-Do vollumfänglich bewahrt und ehrt.

Um den Satz und den Kontext genau zu verstehen, muss man die Struktur des Taekwon-Do und das System von Großmeister Ala betrachten:

1. Was bedeutet „20 Hyongs aus dem traditionellen Taekwon-Do“?

Im traditionellen Taekwon-Do (das maßgeblich auf die Pioniere wie General Choi Hong – Hi und Großmeister Kwon Jae-Hwa zurückgeht) sind die 20 klassischen Hyongs die traditionellen Formenläufe (Schattenkämpfe). Sie beginnen bei der Chon-Ji Hyong und enden historisch bei der Tong-Il Hyong. Indem er schreibt, dass er diese weiter trainiert hat und ihnen treu geblieben ist, betont er, dass er das klassische Erbe nicht verworfen hat.

2. Was ist das eigene System „Hangul-Taekwon-Do“?

Großmeister Nüsrettin Ala hat über viele Jahre hinweg ein erweitertes, eigenes Lehrsystem entwickelt. Im Zuge dessen hat er 20 zusätzliche, eigene Hyongs (wie die Hangul-Hyong und enden bei der Bin Son-Hyong) sowie spezielle Hand-und Fußkombinationen kreiert.

Fazit: Wie ist der Satz zu verstehen?

Der Satz erklärt das Gleichgewicht zwischen Innovation und Tradition in seiner Kampfkunst:

Kein Bruch mit der Vergangenheit: Obwohl er ein eigenes System (Hangul-Taekwon-Do) mit neuen Formen und Disziplinen begründet hat, wurde das alte Wissen nicht ersetzt.

Paralleles Training: Er unterrichtet und praktiziert sowohl die ursprünglichen 20 traditionellen Formen als auch seine neu geschaffenen System-Hyongs.

Es ist klares Bekenntnis dazu, dass neues System auf dem soliden, unveränderten Fundament des traditionellen Taekwon-Do aufbaut und dieses ergänzt, statt es zu verdrängen.
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General Choi Hong Hi
International Taekwon-Do Federation- ITF
Tuels (Formen)

1. Chon-Ji
2. Dan-Gun
3. Do-San
4. Won-Hyo
5. Yul-Gok
6. Jung-Gun
7. Toi-Gye
8. Hwarang
9. Chung-Mu
10 Gwang-Gae
11. Po-Eun
12. Gye-Baek
13. Eui-Am
14. Chung-Jang
15. Juche
16. Sam IL
17. Yu-Sin
18. Choe-Yeong
19. Yeon-Dae
20. Eul-Ji
21. Mun-Mu
22. Seo-Sam
23. Se-Jong
24. Tong-IL

Die 24 Tuels Stehen für die 24 Stunden eines Tages.
24 Stunden Stehen für das Leben eines Menschen, dass im zur Ewigkeit nicht länger als ein Tag dauert. 

Choi Hong Hi, war ein südkoreanischer Generalmajor und Erfinder der Kampkunst Taekwon-Do

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World Taekwondo (WT)
Kukkiwon: Weltzentrale des Taekwondo in Korea

Taegeuk 1-8 (Formen)
1. IL-Cang
2. I-Cang
3. Sam-Chang
4. Sa-Chang
5. Oh-Chang
6. Yuk-Chang
7. Sil-Chang
8. Pal-Chang

Poomsae 9-17 (Formen)
9. Koryo
10. Kumgang
11. Taebaek
12. Pyongwon
13. Sipjin
14. Jitae
15. Chonkwon
16. Hansu
17. Ilyo 

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Arten der Formen

Im Tae Kwon-Do gibt es verschiedene Stile mit verschiedene Formen:

* World Taekwondo  WT mit 8 Taeguks und 9 Poomse. Während die Taeguk-Formen für die Schüler sind, werden die Poomse-Formen für die Schwarzgürtel gelaufen.

* Internationale Taekwon-Do Federation ITF mit 24 Tul. Dieser Stil wurde vom Begründer des TKD von General Choi Hong Hi geschaffen.
Er wird auch Chang Hun-Stil genannt (Chang Hun ist sein Schriftstellername). Die 24 Tul stehen für die 24 Stunden eines Tages.
24 Stunden stehen für das Leben eines Menschen, dass im Vergleich zur Ewigkeit nicht länger als ein Tag dauert.
Ursprünglich wurden Tul auch Hyong genannt. In den ersten Büchern von Gen. Choi Hong Hi werden 20 Hyong und 2 Karate-Katas
(Naihanchi, kor. Cholgi und Bassai, kor. bal Sek) genannt. Später kamen 4 Hyongs dazu, während die 2 Katas verschwanden.
Anfangs der 80 er Jahre wurde die Form Ko-Dang durch die Form Juche  ersetzt.

* Tae Kwon-Do International TI, hier werden beide oben genannten Verbände anerkannt. Bei Prüfungen und Wettkämpfe werden allerdings Tul/Hyong gelaufen.
TAEKWON-DO SCHULE KIM
Grossmeister Kim Tae San 9. Dan
www.kimtkd.de
Karl-Fürstenberg-Straße 4, 79618 Rheinfelden

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Großmeister Nüsrettin Ala

„Wenn ich ein Adler bin, so wisse: Wenn ich meine Flügel kraftvoll einsetze, um mich in große Höhen zu schwingen, tue ich dies nicht nur, um zu sehen, was direkt vor mit liegt, sondern um weiter in die Ferne zu blicken – denn genau dann fühle ich mich wahrhaft in meinem Element.“ (Großmeister Nüsrettin Ala)

Es gibt einen sehr engen symbolische Zusammenhang zwischen dem Adler – Zitat und der vierten Hyong namens „Chollima“. Obwohl der Adler ein realer Vogel und das Chollima ein Fabelwesen ist, nutzt der Großmeister das Bild des Adlers als Metapher, um die Eigenschaften und den tieferen Sinn dieses vierten Formenlaufs (Hyong) greifbar zu machen.

Hier ist der direkte Vergleich der Symbole:

  • Das Chollima (Das geflügelte Pferd): In der koreanischen Mythologie ist das Chollima ein geflügeltes Pferd, das unvorstellbare Distanzen in Windeseile zurücklegt. Steht es für unbezähmbare Schnelligkeit, enorme Ausdauer und den unbändigen Willen, Ziele im Sturm zu nehmen.
  • Der Adler im Zitat: Der nutzt seine Flügel kraftvoll, um sich in große Höhen zu schwingen. Genau wie das Chollima Blick er dabei über die Grenzen des Gewöhnlichen hinaus in die Ferne. Er gibt sich nicht mit dem zufrieden, was direkt vor ihm liegt.

Die tiefere Bedeutung für die vierte Hyong
Der Großmeister vergleicht das Gefühl „wahrhaft in seinem Element zu sein“, mit dem Moment, in dem man die Perspektive wechseln. In der Chollima-Hyong geht es im Hangul-Taekwon-Do nicht nur um körperliche Schnelligkeit, sondern vor allem darum, durch Ausdauer mentale Stärke und Weitsicht zu erlangen. Der Adler und das geflügelte Pferd teilen sich das Element der Lüfte und symbolisieren beide die Freiheit des Geistes, die man durch hartes Training erreicht. Genau das spiegelt die Philosophie der 4. Chollima-Hyong (die stolze 87 Bewegungen umfasst) wieder.

Von Anfang an steht der Lernprozess, der zur Stabilität eines umfassendes Verstandes führt, im Vordergrund.
Hangul-Taekwon-Do fördert den Teamgeist. Das Innermenschliche sowie seine Erscheinung im Außermenschlichen werden im Durchhaltevermögen geschult und der Weg zur Erleuchtung im Sein wird eingeschlagen.


Im „Hangul-Taekwon-Do“ gilt als wichtiger Grundsatz:

Der fördernde Meister ist im Geiste bewusst auf dem Weg der Selbstverantwortung, dem Weg des „Do“, mit Respekt, Das moderne Taekwon-Do System (DMTSwürdevoll und voller Demut. Er entwickelt sein Wissen und gibt es den Schülern weiter.

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„Hangul-Taekwon-Do“ in seiner Gesamtkomplexität umfasst den Zusammenhang von Wissen und praktischer Umsetzung sowie die daraus hervorgehende Ordnung von Detail und Gesamtheit“.

Mit diesem Zitat beschreibt Nüsrettin Ala (ein bekannter Großmeister und Pionier des Taekwon-Do) die Philosophie, dass echten Taekwon-Do weit über das bloße Ausführen von Kampftechniken hinausgeht. 

Er meint damit im Detail Folgendes:

Die Einheit von Theorie und Praxis: Es reicht nicht aus, die Bewegungen (Tritte, Blöcke, Formen) nur körperlich zu beherrschen (praktische Umsetzung). Man muss auch die Hintergründe, die Biomechanik, die Philosophie und die geistigen Prinzipien (Wissen) verstehen Erst wenn Kopf und Körper zusammenarbeiten, wird die Kampfkunst vollständig.

Das Zusammenspiel von Detail und Gesundheit: Eine komplexe Bewegung oder eine Form (Hyong) besteht aus vielen kleinen Einzelheiten (Fußstellung, Atmung, Gewichtsverlagerung). Nüsrettin Ala betont, dass man jedes noch so kleine Detail perfektionieren muss, damit das große ganze (die Gesamtheit) harmonisch, kraftvoll und wirksam wird. Gleichzeitig ordnet sich jedes Detail dem höheren Ziel der gesamten Bewegung oder Lebensphilosophie unter.

Zusammengefasst: Er meint, dass Taekwon-Do ein ganzheitliches System ist. Perfektion entsteht nur, wenn man tiefes Verständnis mit intensivem Training verbindet und begreift, wie jeder kleine Bewegung zum großen, harmonischen Ganzen beiträgt.     


Im Hangul-Taekwon-Do gibt es 9 Disziplinen. Zudem wurde die Bewegungsfreiheit mit in die 9 Disziplinen hineingebracht. Wer Hangul- Taekwon-Do trainiert, wird den Unterschied merken.

Disziplin 1. Hyong
Disziplin 2. Chayu-Taeryon
Disziplin 3. kyek-Pa
Disziplin 4. Ilbo-Taeryon
Disziplin 5. Hosinsul
Disziplin 6. Übungen 1-50
Disziplin 7. Fußkombinationen 1-12
Disziplin 8. Handtechniken Kurz 1-7
Disziplin 9. Handtechniken Lang 1-7

N.Ala 2014Jahrelang beschäftigt sich Nüsrettin Ala bereits mit einem neuen System der Kampfsport, das vor allem den gesundheitlichen Aspekt des Sports im Vordergrund hat. Neue von ihm entwickelte Techniken und Trainingsmethoden zielen darauf hin, Muskulatur ausgewogen zu belasten, den Körper gelenkig zu halten und vorzeitigen Verschleiß an den Gelenken zu verhindern.
Neben den sportlichen Anforderungen und einem vor allem von Fußtechniken geprägten Kampfstil spielen die schulung des Geists und ethische Grundsätze eine wichtige Rolle in der Lehre des Taekwon-Do.
Daraus ist ein Neues Taekwon-Do – System entstanden, das Nüsrettin Ala in seinem Buch „Das moderne Taekwon-Do-System: Den Geist und den Körper trainieren“ beschreibt.
Dem ersten Band, erschienen vor wenigen Monaten, sollen weitere vier folgen, die bis zum Grad des Großmeisters führen. GERHARD MEISSNER  MAIN-POST   November 2012


 

Der Großmeister vermittelt
a) den Schülern
Die Schüler dürfen und sollen niemals zuerst an sich denken oder aussprechen:
„Ich habe trainiert, mich bewegt und ich habe mir das verdient was mir zusteht.“

Mit diesen Lehrsatz bezweckt der Taekwon-Do Großmeister Nüsrettin Ala die Schulung des Geistes, die Überwindung des Egoismus und das Erlernen von Demut  und Respekt.

In der traditionellen Kampfkunst geht es nicht nur um die rein körperliche Fitness, sondern um den „Do“ – den geistigen Lebensweg. Mit diesem Verbot verfolgt der Meister konkret folgende Ziele:

1. Abkehr von der Anspruchshaltung (Egoismus): Wer denkt „Ich habe mir das verdient, was mir zusteht“, stellt das eigene Ego in den Vordergrund. Im Hangul-Taekwon-Do soll der Schüler jedoch lernen, sich selbst dem Ganzen unterzuordnen und eine reife, bescheidene Persönlichkeit zu entwickeln.

2. Dankbarkeit statt Selbstgefälligkeit: Das Training und der Fortschritt sind keine reine Eigenleistung. Sie basieren auf dem Wissen des Meisters, der Geduld der Trainingspartner und der Gemeinschaft im Dojang (Trainingsraum). Ein Schüler soll erkennen, dass der den Weg nicht alleine geht.

Fokus auf dem Weg, nicht auf die Belohnung: Wahre Meister werfen den Blick auf das kontinuierliche Lernen („trainieren, trainieren, trainieren“). Wer nur trainiert, um eine direkte Gegenleistung oder Anerkennung einzufordern, hat den tiefen, spirituellen Sinn der Kampfkunst noch nicht Verstanden.

3. Harmonie und Respekt: Das System baut darauf auf, dass Schüler und Meister eine harmonische Einheit bilden. Ein forderndes, egozentrisches Denken stört diese Harmonie und blockiert die mentale Weiterentwicklung.

Kurz gesagt: Nüsrettin Ala möchte seinen Schülern vermitteln, dass körperliche Bewegung wertlos bleibt, wenn sie nicht von charakterlichen Reife, Selbstlosigkeit und innere Demut begleitet wird.

 

b) den Schülern
Die Schüler dürfen und sollen denken und sagen:
„Der Meister war da und hat mich gefördert und gelehrt, ich habe mich bewegt und bin seinen Anweisungen gefolgt. Gelernt habe ich das „Do“. Die Stärke vom Meister, von den Schülern und dem Dojang.“

Mit diesem Zitat beschreibt Großmeister Nüsrettin Ala das tiefere, traditionelle Verständnis der Beziehung zwischen Meister, Schüler und Trainingsstätte im Taekwon-Do. Es geht ihm dabei um Eigenverantwortung, Demut, die geistige Entwicklung („Do“) und die Synergie der Gemeinschaft.

Der Meister bietet die Orientierung, das Wissen und die Förderung. Der Schüler muss jedoch den eigenen Willen aufbringen, sich selbst zu bewegen, Energie zu investieren und den Anweisung aktiv zu folgen. Wahre Stärke entsteht nur durch dieses Zusammenspiel.

Großmeister Ala möchte, dass Schüler nicht nur lernen, wie man tritt oder schlägt, sondern dass sie den Weg der Selbstbeherrschung, des Respekt, der Demut und der mentalen Stärke verinnerlichen. Wer das „Do“ gelernt hat nimmt die Kampfkunst als Lebenseinstellung mit nach Hause.

Wahre Stärke existiert im System von Nüsrettin Ala niemals isoliert. Sie setz sich aus drei Säulen zusammen:

Die Stärke des Meisters:
Seine Erfahrung, seine Vorbildfunktion und seine Fähigkeit, Wissen weiter zugeben.

Die Stärke der Schüler: Ihr Fleiß, ihr Durchhaltevermögen, ihr Mut und ihre Bereitschaft zu wachsen.

Die Stärke des Dojangs:
Der Dojang (die Trainingsstätte) ist nicht nur eine Turnhalle, sondern ein geschützte raum des gemeinsamen Geistes, der Energie und des gegenseitigen Respekts.

Dass Schüler dies explizit so denken und sagen „dürfen und sollen“, zeigt dass Großmeister Ala eine Kultur der Dankbarkeit und des gesunden Selbstbewusstsein schaffen möchte. Die Schüler sollen stolz auf ihre eigene Leistung sein (denn sie haben sich bewegt), gleichzeitig aber die Wurzeln ihres Erfolg ( den Meister und die Gemeinschaft im Dojang) anerkennen und wertschätzen.
Zusammenfassend meint Großmeister Nüsrettin Ala, dass echter Erfolg im Taekwon-Do entsteht, wenn der Körper trainiert, der Geist durch das „Do“ geformt wird und sich der Schüler als stolzer, aber demütiger Teil einer starken Gemeinschaft versteht.

c). Ziele für Schüler
„Wenn man die Stärke erkannt hat und  verstanden hat, wie man damit umgeht zusammen mit anderen Schülern, dann entsteht eine gewaltige Gruppendynamik, die dazu dient, den Schwachen zu helfen. Dies ist unser Ziel.“

Diese Zitat von Großmeister Nüsrettin Ala beschreibt eine Philosophie der Gemeinschaft, der persönlichen Stärke und der sozialen Verantwortung. Es lässt sich am besten in drei aufeinander aufbauende Kernbotschaften unterteilen:

1. Selbsterkenntnis und Reife („Wenn man die Stärke erkannt hat und verstanden hat, wie man damit umgeht…“)

Eigene Potenziale entdecken: Jeder Schüler besitzt individuelle Stärken  – sei es körperliche Kraft, Disziplin, geistige Schärfe oder emotionalen Einfühlungsvermögen. Der erste Schritt ist, diese Stärken überhaupt erst an sich selbst zu erkennen.

Verantwortungsvoller Umgang: Echte Stärke zeigt sich nicht im unkontrollierten Einsatz oder in der Selbstdarstellung. Ein reifer Schüler lernt, seine Fähigkeit zu kontrollieren und sie weise einzusetzen, anstatt sie zur Schau zu stellen oder andere damit einzuschüchtern.

2. Synergie und Teamgeist („…zusammen mit anderen Schülern, dann entsteht eine gewaltige Gruppendynamik…“)

Gemeinsam statt einsam: Wenn Individuen, die ihre eigenen Stärke kennen, zusammenarbeiten, entsteht eine positive Kettenreaktion (Synergie) 

Ein gesundes Umfeld: Die „gewaltige Gruppendynamik“ beschreibt eine Atmosphäre, in der sich Schüler gegenseitig anspornen, motivieren und loyal zueinander stehen. Die Gruppe wird zu einer Einheit, die stärke ist als die Summe ihrer Einzelteile.

3. Altruismus und das übergeordnete Ziel („…die dazu dient, den Schwachen zu helfen. Dies ist unser Ziel.“)

Schutzfunktion statt Arroganz: Das ultimative Ziel von Stärke und Gemeinschaft im Sinne des Großmeister ist nicht der persönliche Erfolg oder die Dominanz über andere. Wahre Meisterhaftigkeit zeigt sich darin, ein Schutzschild für diejenigen zu sein, die sich (noch) nicht selbst helfen können.

Werte im Kampfsport / im Leben: Dies spiegelt den klassischen Ehrenkodex vieler Kampfkünste wieder: Kampfkunst dient der Verteidigung und dem Schutz des Lebens, nicht dem Angriff. Schwächere zu unterstützen – ob im Training oder im Alltag – ist der höchste Ausdruck von Charakterstärke.

Zusammengefast bedeutet das: Das Ziel der Ausbildung ist es nicht, egoistische Einzelkämpfer heranzuziehen. Das Ziel ist eine starke, solidarische Gemeinschaft, in der Starken ihre Kraft dafür nutzen, die Schwachen zu stützen und hochziehen, damit am Ende alle gemeinsam wachsen. 

Nüsrettin Ala 1984 Großmeister Nüsrettin Ala 12.06.2014